Breaking Skandal!!! Das Leben in Weißrussland ist ganz normal.

Fast wie in Deutschland – allerdings normaler.

Das Normale ist für einen schrägen Podcast wie RBM im Grunde völlig uninteressant. Eigentlich beschäftigen wir uns gar nicht mit solchen Dingen. Wenn uns jedoch das, was wir als gutbürgerlich sortiert, sauber und ordentlich erleben, als Vorhof zur Hölle verkauft wird, dann ist das durchaus eine Meldung wert.
So empfiehlt das Auswärtige Amt unter anderem, in Belarus nicht in rot-weißer Tracht aufzutreten, da man derart gekleidet als Oppositioneller verhaftet werden könnte. Mein Gesprächsgast Klaus lebt nun schon seit einiger Zeit in Belarus und ist bisher wie durch ein Wunder von einer Verhaftung verschont geblieben – obwohl er leidenschaftlicher Anhänger des FC Union Berlin ist.

Im Jahr 2020 hatten „gewisse Kräfte“ – ähnlich wie zuvor in der Ukraine – versucht, eine dieser neumodischen Farbenrevolutionen herbeizuführen. Hat nicht geklappt. Damit blieb die heiß ersehnte Ostverschiebung der NATO vorerst unrealisiert. Na ja, es kann schließlich nicht jedes Mal funktionieren.

Ich hatte Klaus 2023 in einem Café in Friedrichshagen kennengelernt. Damals erzählte er mir, dass er vorhabe, nach Weißrussland auszuwandern. Gesagt, getan. Inzwischen ist er in Brest heimisch geworden und hatte sogar schon Besuch von den Infrarotern Arthur und Jens. Klaus ist gut informiert über die gemeinsame Geschichte, die wir mit Weißrussland haben – oder vielmehr über den gemeinsamen Albtraum des Zweiten Weltkriegs. Trotz all des Unheils, das wir dort angerichtet haben, wird man in diesem Land nicht hasserfüllt angestarrt.

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Wie wir es schon zuvor mit El Salvador und Schweden getan haben ist, vergleichen wir nun auch die Lebensbedingungen in Weißrussland mit denen in Deutschland. Was Familienpolitik und Sauberkeit an Schulen betrifft, können wir von den Belarussen jedenfalls einiges lernen. Genau genommen wirken wir im Vergleich dazu stellenweise wie ein Entwicklungsland.

Freie Schule auf Usedom