Wer steckt hinter M1llion Berlin?

Überall in den sozialen Medien kursieren seit einiger Zeit Aufrufe, am 8. Juni nach Berlin zu kommen und den Rücktritt der Regierung zu fordern. Traditionell fragen sich dann viele: Wer steckt dahinter?
Es gibt einerseits Demo-Orgas, die hinlänglich bekannt sind und bei denen man so ungefähr weiß, was man zu erwarten hat. Andererseits haben wir schon oft genug Aufrufe von Unbekannten erlebt, in deren Folge viel heiße Luft in die Hauptstadt wehte, jedoch keine Menschenmassen.

Auch bei uns wurde heiß diskutiert, wie diese Aufrufe zu bewerten sind. Captain Future von der Freedom Parade hatte jedenfalls ein gutes Bauchgefühl und meldete sich mit einem Fahrzeug für den Umzug an. Andere wiederum mutmaßten, dass der 11-Punkte-Plan der Organisatoren verdächtig an das Wahlprogramm der AfD erinnert.

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Eine der besten Möglichkeiten, zu brauchbaren Antworten zu kommen, ist meiner Meinung nach, sich bei den Veranstaltern zu melden und einfach nachzufragen. Wenn das jeder machen würde, hätten die Organisatoren natürlich keine Zeit mehr übrig, um zu organisieren. Deswegen hat sich Oliver Schindler von RBM persönlich informiert, um euch die Antworten in Form eines organisch geführten Interviews zur Verfügung zu stellen.

Dabei ging es nicht nur um die Einschätzung, wie viele Nullen man bei der Million wegnehmen oder hinzufügen muss, sondern auch darum, wie das Unternehmen zustande gekommen ist. Mindestens genauso interessant ist aber die Frage, wie die elf Forderungen zusammengestellt wurden – sofern sie denn nicht von Alice W. oder dem Verfassungsschutz stammen. Ist es diesmal vielleicht etwas, das nicht in unsere üblichen Schubladen passt? Nach diesem Interview sagen wir: „Könnte sein!“

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Ich werde jedenfalls Captain Future hinterher tanzen und bin gespannt, was an diesem Tag alles passieren wird. Bisher sind zehn Fahrzeuge für den Demozug angemeldet, und am Vorabend fahren Autokorsos aus dreißig Städten ein. Zudem haben sich viele mittelständische Unternehmer an der Organisation beteiligt. Langweilig wird es also auf keinen Fall.