Saskia Ludwig und Ulrike Guerot: Spaltung und Corona – Aufarbeitung
Tom Lausen und Dr. Sabine Stebel sprachen bei uns bereits über RKI–Protokolle und Enquete-Kommission. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Saskia Ludwig und Ulrike Guerot diskutieren nun den Status von Meinungsfreiheit und Demokratie in unserem Lande. Denn laut einem Thesenpapier von Matthias Schrappe „darf die Corona-Krise aus infektiologisch-epidemiologischer Sicht als weitgehend geklärt angesehen werden. Aber ganz im Gegensatz dazu sind die gesellschaftlichen Voraussetzungen und Folgen keinesfalls aufgearbeitet.“
Unsere Gesprächsgäste sind bekennend streitbare Frauen, für die der Begriff Integrität noch eine Bedeutung hat. Beide stehen medial unter Beobachtung und werden in regelmäßigen Abständen für ihre Meinungen und Äußerungen ins Kreuzfeuer genommen. Dass unter solchen Umständen in Deutschland auch gerne mal die Plagiatskeule herausgeholt wird, um jemanden zu diskreditieren, damit man nicht mehr auf Inhalte und Argumente eingehen muss, gehört inzwischen zum üblichen Modus Operandi. Genau deswegen sind Gesprächsrunden wie diese auch so wichtig.
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Doch Guerot und Ludwig ergehen sich nicht in Vorwürfen und Schuldzuweisungen, sondern setzen die Problemlösung in den Fokus. Es ist viel Schaden angerichtet worden, und ein Großteil der Bevölkerung würde gerne den Mantel des Schweigens darüber legen. Doch unter diesem Mantel würde es nur umso schlimmer weitergären. Viele wissen unterschwellig, was sie getan haben, und müssen nun gegen subtile Schamgefühle ankämpfen. Da nützt es nichts, mit Strafverfolgung und Aufdeckung zu drohen, sondern es müssen Brücken gebaut werden, auch wenn es schwer fällt. Es sollte der Raum gegeben werden, um das eigene Verhalten zu reflektieren und zu verarbeiten. Und zwar unter der schmerzhaften Prämisse: „Oh mein Gott, was haben wir getan? Wo sind wir falsch abgebogen?“ Denn im Verlaufe unseres Gespräches wird auch offenbar, dass unsere Gesellschaft sich schon Jahre vorher Stück für Stück von demokratischen Grundsätzen und Meinungsfreiheit entfernt hat.
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Die meisten Menschen hatten mitgemacht und dachten, sie hätten das Richtige getan. Viele hatten keine andere Wahl und machten „teilweise“ mit, um ihre Arbeit nicht zu verlieren. Im Grunde sind wir alle in einen kollektiven dunklen Rausch hineingeraten, der jahrelang Anlauf genommen hatte, um schließlich abzuheben. Wenn das nicht aufgearbeitet wird, dann ist eine weitere Abwärtsspirale vorprogrammiert.
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Abschließend: Ich weiß, dass sich viele immer noch eine #Aufarbeitung im Sinne „klickender Handschellen“ herbeisehnen und voller Wut und Verachtung für Täter und Mitbeteiligte sind. Doch Bestrafung wird den erlittenen Schmerz nicht lindern, auch wenn dies in juristischer Hinsicht sicher angemessen sein wird. Es wird jedoch nichts an dem ändern, was millionenfach zwischenmenschlich geschehen ist. Das ist das, wo wir ran müssen. Einige deutliche Zeichen aus Richtung der Politik könnten aber auch heilsam sein. Zudem müssen wir im Umgang mit uns selbst und unseren Nächsten das Beste versuchen, um aufzuräumen. In anderen Ländern ist man auf politischer Ebene übrigens schon viel weiter als in Deutschland. Hoffen wir, dass die Klärung nicht von denen kommt, die sowieso gegen die Maßnahmen waren, denn in diesem Falle würde die Wippe sich nur auf die andere Seite senken, und die Spaltung wäre immer noch die gleiche.
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