Mahnwache von M1llion Berlin von Polizei unter Druck gesetzt – Toilettengänge bei Frauen reglementiert

Im Vorfeld der M1llion-Berlin-Demo am 8. Juni hatten wir den Organisator Marcel Baldauf interviewt, um herauszufinden, wer hinter dem aufsehenerregenden Aufruf in die Hauptstadt steckt. Dabei stellte sich heraus, dass weder eine bestimmte Partei (ihr wisst schon welche) die Veranstaltung angeschoben hatte noch irgendwelche bekannten Gesichter. Es waren schlichtweg Bürger, die sich in einer großen Facebook-Gruppe gefunden hatten und etwas unternehmen wollten, um deutschlandweit Gehör zu finden.
Schenkungen nehmen wir entweder mit dem Paypal Button am Ende derWebseite oder per Überweisung aufs Bankkonto: DE93 1001 1001 2624 3740 74 entgegen.
Am Vorabend des Ereignisses sowie am Montagmorgen trafen bereits zahlreiche Autokorsos aus ganz Deutschland ein, um das Anliegen der Demonstranten zu unterstützen. Dank der großzügigen Unterstützung vieler Mittelständler – für die es bekanntermaßen inzwischen schon fünf nach zwölf ist – konnte sogar ein riesiger Truck als Bühne samt professioneller Tontechnik aufgefahren werden. Die Vorbereitung war also durchaus beeindruckend.
Worauf man sich allerdings weniger gut vorbereiten kann, ist die „Zusammenarbeit“ mit der Polizei. Zu Beginn wurde die Veranstaltung zunächst aufgehalten, weil das Trommeln der Schlagzeuger angeblich einen militärischen Charakter gehabt haben soll. Das kennt man inzwischen: Wenn etwas politisch nicht gewollt ist, findet sich häufig irgendein Grund, jemandem Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Willkommen im Land der Demo-Schikanen, liebe Neuankömmlinge. So läuft das hier in Berlin.
🎧 Radio Morgenröte Deutschland hören
Auch in der „Kooperation“ mit der unmittelbar anschließenden Mahnwache zeigte sich die Berliner Polizei sichtlich bemüht, ihr Revier zu markieren. Die Teilnehmer durften die Mahnwache nur in kleinen Gruppen verlassen, und selbst Toilettengänge wurden offenbar streng reglementiert. Den Anmelder Marcel Baldauf setzte man zwischenzeitlich fest, als er sich mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Malte Kaufmann treffen wollte, um ihm Anregungen zum 11-Punkte-Plan für die Arbeit im Bundestag zu übergeben. Nach einem telefonischen Hilferuf konnte der Abgeordnete die Situation jedoch klären.
Radio Berliner Morgenröte auf X
Die Veranstalter wurden schließlich mit einigen Blessuren und um manche Erfahrung reicher nach Hause geschickt. Aufgeben ist für sie jedoch keine Option. Am Samstag, dem 8. August, soll es in Plauen, dem Ursprungsort der Friedlichen Revolution von 1989, weitergehen.
Das könnte im doppelten Sinne ein heißer August werden. Bereits am 1. August findet in Berlin die legendäre Augustdemo statt, die ihren Ursprung in den coronakritischen Großdemonstrationen der frühen Zwanzigerjahre hat. Der Tisch ist nun gedeckt. Wer grundlegende Veränderungen in unserem Land herbeiführen möchte, kann dies tun, indem er sich dazusetzt.
Inzwischen haben weitere Politiker mit M1llion Deutschland Kontakt aufgenommen. Die gesellschaftliche Relevanz steigt und somit die Verantwortung. Auch darüber sprechen wir.
